Gestorben wird ja immer – Friedhöfe in Lüneburg

November, trübes Wetter, kurze Tage, Lockdown – und jetzt komme ich Dir auch noch mit so einem Thema? Ja! Gerade jetzt. Ich möchte Dich einladen, mit mir die Friedhöfe in Lüneburg zu besuchen, Dich mit dem Thema Tod und Sterben ganz bewusst auseinanderzusetzen. Und vielleicht kannst Du Deine Scheu oder Angst überwinden und eine andere Sichtweise annehmen.

Außerdem gehören Friedhofsbesuche zu den Aktivitäten an frischer Luft, die in diesen Zeiten unbegrenzt möglich und erlaubt sind. Der Friedhof Ohlsdorf ist mit 389 Hektar Hamburgs größte Grünanlage. Aber auch in und um Lüneburg haben wir schöne Friedhöfe, die zu einem Spaziergang einladen. Und – wie ich zu meiner Überraschung feststellen durfte: hier sind Hunde (selbstverständlich an der Leine) gestattet, während sie in Hamburg verboten sind.

Als ich am Abend des 1. November in der Tagesschau hörte, dass Christen aus aller Welt das Fest Allerheiligen gefeiert hätten, fiel es mir wieder siedend heiß ein. Meine aktive katholische Zeit liegt ja nun schon etwas zurück, aber die Erinnerungen bleiben. Und tatsächlich war es mir immer ein Bedürfnis, gerade zu Allerheiligen dem Grab meines Vaters / meiner Eltern einen Besuch abzustatten. Seit ich in Norddeutschland lebe, ist das schwieriger geworden, und damit seltener.

Was kommt nach dem Tod?

Wohl kaum jemand wird das gerade zu Ende gehende Jahr 2020 in allzu guter Erinnerung behalten (außer vielleicht der gerade frisch gewählte US-Präsident!). Als ob wir mit Corona nicht schon genug zu tun gehabt hätten, standen bei mir auch noch drei Beerdigungen an. Aber mein Onkel und meine Tanten erreichten alle ein hohes Alter und starben mit 93, 94 und 104 (!) Jahren. Und alle drei haben es zeitlich so geschickt angestellt, dass uns das Virus nicht davon abhalten konnte, sie würdevoll und im kleinen Familienkreis zu Grabe zu tragen. Keiner von ihnen hat gejammert, als das Alter kam mit seinen Wehwehchen. Sie waren streng katholisch (und das in der ehemaligen DDR!) und ihr Glaube hat ihnen geholfen, ihr langes und ereignisreiches Leben, das sicher nicht einfach war, zu ertragen. Denn sie waren der Überzeugung, dass es nicht in ihrer Macht liegt, wann es zu Ende geht, und dass danach etwas Gutes auf sie wartet. Ich teile diesen Glauben nur bedingt. Ich kann mir vorstellen, dass nach dem Tod noch irgendetwas kommt, aber ich bin nicht wirklich überzeugt davon. Doch wurde ich zum Glück mit einem positiven und gütigen Gottesbild erzogen, so dass ich davon ausgehe, dass für den Fall, dass da noch etwas kommt, es auf jeden Fall etwas Gutes ist. Und das völlig unabhängig davon, ob und wie oft ich bete oder in die Kirche gehe. Aber welchen Halt haben wir heute noch im Leben? Woran glauben wir? Und was nimmt uns die Angst vor dem Tod? Vor dem eigenen Tod habe ich keine Angst – nur vor dem von Menschen, die mir nahestehen. Da mein Gatte jedoch den unerschütterlichen Glauben hat, dass er 102 wird und ich, 8 Jahre jünger, nicht davon ausgehe, dass ich 94 werde, vertraue ich darauf, dass ich zumindest seinen Tod nicht erleben muss.

Die vierte Beerdigung in diesem Jahr, die des Vaters meiner besten Freundin, habe ich schließlich ausgelassen. Sie fand nur im engsten Familienkreis statt und meine Freundin und ich waren uns einig, dass wir alle mehr davon haben, wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt treffen und mit einem Glas Sekt auf ihren Papa anstoßen. Ob und wann das passieren wird – sie in Krefeld, ich in Lüneburg, steht jedoch gerade wieder in den Sternen.

Sarg oder Urne, Friedhof oder Bestattungswald?

Es ist nun schon 19 Jahre her, dass mein Vater starb. Seit ich mich damals damit befassen musste, die Grabstätte auszusuchen, hat sich mein Verhältnis zu Friedhöfen gewandelt. Der kleine Friedhof in Walbeck gefiel mir gleich. Wir suchten einen schönen Platz unter einem Baum aus – auch wenn man uns warnte, dass die Blumen auf dem Grab vielleicht nicht so gut wachsen würden, weil es an Sonne fehlen würde. Etwas anderes als eine Erdbestattung kam nicht in Frage, ich kannte es nicht anders. Es ist mir wichtig, dass das Grab gut aussieht und regelmäßig gepflegt wird, obwohl wir diese Aufgabe natürlich aufgrund der räumlichen Entfernung in fremde Hände geben mussten. Wenn ich es besuche, bringe ich immer frische Blumen mit und zünde ein Grablicht an.

Vor zwei Jahren mussten wir unseren Schwager Holger beerdigen. Er wurde nur 64 Jahre alt, hatte sich aber offenbar bereits seine Gedanken gemacht und entsprechend vorgesorgt. Seine Urne wurde im Bestattungswald Bötersheim beigesetzt, einfach mitten in einem öffentlich zugänglichen Wald am Fuße eines Baumes, auf dem eine Plakette seinen Namen und das Sterbedatum trägt. Ein Wald ist ein schöner Ort, ruhig und friedlich. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Diese Art der Bestattung hat mich nachdenklich gemacht, und ich stelle mir seitdem immer wieder die Frage, wie und wo ich beerdigt werden möchte.

Groß und klein, alt und neu, zentral und außerhalb – Lüneburgs Friedhöfe sind vielfältig

Als ich 2017 begann, meine neue Heimat Lüneburg nach und nach zu entdecken, standen die Friedhöfe nicht unbedingt ganz oben auf meiner Liste. In meinem zweiten Jahr trieb mich eine Beerdigung dann auf den Zentralfriedhof. Doch erst in diesem Herbst kam mir die Idee, die Friedhöfe in Lüneburg einmal etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Mit einer Fläche von 12,9 Hektar ist der Zentralfriedhof an der Soltauer Straße Lüneburgs zweitgrößter Friedhof. Die erste Beisetzung dort soll bereits im Jahre 1876 stattgefunden haben. Die neugotische Friedhofskapelle stammt aus dem Jahr 1883. Auf dem Gelände befinden sich insgesamt sechs Kriegsgräberanlagen. Auf den verschiedenen Erinnerungstafeln erfährst Du mehr über die einzelnen Kriegsgräberanlagen – ein Stück Lüneburger Geschichte.

Der Michaelisfriedhof wirkt besonders gepflegt.

Als der Zentralfriedhof Ende der 1950er Jahre voll wurde, musste der Waldfriedhof im Stadtteil Kaltenmoor angelegt wurden. Mit 24,1 Hektar wurde er großzügig gestaltet. 1961 fand hier die erste Beisetzung statt, der Friedhof hat 20.000 Grabstellen. Der Zentralfriedhof hat auf einer fast nur halb so großen Fläche 15.000 Grabstellen. Dennoch wirken beide sehr weitläufig. Wie Du auf meinen Fotos sehen wirst, hat man vielerorts gar nicht das Gefühl, sich auf einem Friedhof zu befinden, sondern eher in einem Park oder Wald. Ein Grund dafür mag sein, dass die Zahl der Erdbestattungen in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat. Der Platzbedarf für ein Urnengrab ist natürlich viel kleiner als für einen Sarg. Hinzu kommen Seebestattungen, Bestattungswälder und vieles mehr. Auch meine Kollegin Irene Lange hat sich für die November-Ausgabe des Quadrat mit dem Thema Friedhöfe befasst. In ihrem Beitrag, den Du auf Seite 42 findest, zitiert sie Friedhofsleiter Hans Hockemeyer: „Während in früheren Zeiten Erdbestattungen vorgezogen wurden, liegt der Anteil heute nur noch bei 20 Prozent. Dagegen stehen 80 Prozent Urnenbestattungen.“

Hanglage mit Blick auf St. Michaelis

Einen dritten Friedhof habe ich mir schließlich angeschaut: Der Michaelisfriedhof liegt nicht, wie ich zunächst vermutet hatte, bei der St. Michaeliskirche. Doch durch seine Hanglage am Kreideberg kann man von hier aus einen Blick auf die Kirche erhaschen. Mit nur 5,1 Hektar und 7.900 Grabstellen ist er vergleichsweise überschaubar – dafür aber schon sehr alt und unbedingt sehenswert. Die erste Beisetzung soll hier bereits im Jahre 1651 stattgefunden haben. Entsprechend findest Du hier stattliche alte Grabstätten.

Durch seine Hanglage erlaubt der Michaelisfriedhof einen Blick auf St. Michaelis

Auf der Website der Hansestadt Lüneburg erfährst Du mehr über Lüneburgs Friedhöfe, so beispielsweise über die unterschiedlichen Grabarten sowie die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Lüneburg. Auf Lüneburgs Friedhöfen befinden sich die Gräber von insgesamt 1327 Kriegstoten und Opfern der NS-Gewaltherrschaft. Diese Gräber sollen für künftige Generationen die Erinnerung daran wach zu halten, welche schrecklichen Folgen Krieg und Gewaltherrschaft haben, das ist im sogenannten „Gräbergesetz“ festgelegt. Am kommenden Sonntag begehen wir den Volkstrauertag. An diesem staatlichen Gedenktag, einem der sogenannten „stillen Tage“, soll ihrer ganz besonders gedacht werden. Der Totensonntag am darauffolgenden Sonntag wiederum ist ein evangelischer Feiertag und generell ein Gedenktag für die Verstorbenen.

Gräber erzählen Geschichte(n)!

Mir kamen beim Besuch der Friedhöfe zahlreiche Gedanken, die mein Vorhaben, einen Blogbeitrag zu diesem Thema zu schreiben, weiter festigten. Gräber erzählen Geschichten. Welche Tiere, welche Blumen mochte der/die Verstorbene? Welche Hobbys hatte er/sie? Kleine Symbole auf Grabplatten oder -steinen, ein Igel, ein Dartpfeil, Spatzen, eine chinesische Winkekatze, ein HSV-Fan trägt die Raute im Herzen bis in den Tod. Ein Leuchtturm, ein Segelboot, eine Rose. Manches Grab wird zum modernen Kunstwerk. Andere schrecken selbst vor Plastik-Tulpen nicht zurück. Geschmackssache. Kriegsgräberstätten, wie oben beschrieben, sind Mahnmale. Gräber sind auch Zeichen unterschiedlicher Kulturen. Auf dem Waldfriedhof fand ich ein Grabfeld mit auffällig vielen Fotos, die Namen der Verstorbenen deuten auf osteuropäische Wurzeln hin. So etwas ist in der Kultur, in der ich aufgewachsen bin, eher unüblich. Die Gräber bunt verziert – ich bin geneigt, es als Kitsch zu bezeichnen, aber mein Geschmack ist nicht das Maß aller Dinge. Wer keine Lust auf Grabpflege hat, versiegelt die Fläche mit einer steinernen Oberfläche. Auch das ist Geschmackssache. Ein tröstlicher Gedanke: hier ist erlaubt, was gefällt. Toleranz im Totenreich. Vielleicht landet der HSV-Fan zufällig neben einem Werder-Bremen-Fan? Der Katholik neben einem Protestanten?

Die drei erwähnten Friedhöfe, die beiden älteren von ihnen ursprünglich kirchlich, sind heute alle in städtischer Hand. Auf dem Waldfriedhof stieß ich auf einen Bereich, in dem Kindergräber kreisförmig um einen Baum angelegt sind. Manche der Kinder wurden nur wenige Tage alt, andere zumindest ein paar Jahre. Ein Kind zu verlieren, muss so ziemlich das schlimmste sein. Die Gräber zieren Spielzeugautos und Einhörner, Puppen und Stofftiere. Noch bevor ich darüber nachdenken kann, wie pietätsvoll es wohl wäre, hiervon ein Foto zu machen, biegt ein junges Paar um die Ecke und geht zielstrebig auf eines der Gräber zu. Mir wird es mulmig und ich sehe zu, dass ich mich aus dem Staub mache. Ein Foto hatte ich zwar vorher gemacht, aber ich möchte es hier nicht zeigen.

Wie Du siehst, ist das Thema sehr vielseitig und bietet genug Stoff für einen Blogbeitrag. Ob ihn jemand zu Ende liest und ob es Reaktionen darauf gibt? Ich bin sehr gespannt! Als ich vor drei Jahren bei Franziska Bluhm mein Seminar zum Thema Bloggen bei der Evangelischen Medienakademie Hamburg absolvierte, das den Grundstein für dieses Blog legte, hatten wir eine Teilnehmerin, die ehrenamtliche Sterbebegleiterin war und darüber bloggen wollte. Leider hat sie das vielversprechende Projekt „Sterben ist nichts für Feiglinge“, mit dem sie, wie sie sagte, „das Sterben aus dem „toten Winkel“ holen wollte“, nichts fortgeführt.  Ich habe sie sehr bewundert für diese ehrenamtliche Tätigkeit.

Das Thema, alleine in Bezug auf Lüneburg, ist unerschöpflich. Bei einem meiner Hundespaziergänge stieß ich auf den Lüner Friedhof unweit des Kloster Lüne. Da er rein kirchlich ist, wie ich nun feststellte, findet er sich nicht in der Aufzählung der städtischen Website. Schon oft habe ich ihn gesehen, wenn ich mit dem Metronom Lüneburg in Richtung Hamburg verließ, denn der kleine Friedhof mit nur etwas 400 Gräbern liegt direkt an der Bahnstrecke. Na ja, die Toten wird das nicht stören. Und die Nähe des Klosters, das ich persönlich ja sehr mag, ist doch sehr beruhigend.

Auch der Michaelisfriedhof hat einen Ehrenhain mit Kriegsgräbern.

Weitere städtische Friedhöfe findest Du, wie erwähnt auf der Website der Hansestadt Lüneburg. Auf dem Friedhof Nord-West am Wienebütteler Weg finden auch Beisetzungen islamischer Glaubensangehöriger nach ihren speziellen Ritualen statt. Der jüdische Friedhof wiederum ist ein geschütztes Kulturdenkmal und somit eine reine Gedenkstätte. Einen sehr schönen Friedwald, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt, findest Du gleich im benachbarten Barendorf.

Was bleibt von uns, wenn wir gehen?

All diese Eindrücke haben noch einmal meine Meinung dazu verändert, wie ich vielleicht einmal beerdigt werden möchte. Nach der Beisetzung meines Schwagers fand ich die Idee mit dem Friedwald sehr reizvoll. Auch konnte ich mich mittlerweile mit der Urne anstelle der Sargbestattung anfreunden. Aber jetzt sehe ich das noch einmal mit anderen Augen: Friedhöfe erzählen Geschichten aus der Vergangenheit, sie sind ein Kulturgut! Was bleibt, wenn wir uns alle nur noch anonym in Wäldern bestatten lassen? Mein Mann hat irgendwann entschieden, dass das Grab, in dem sein Vater und seine Oma liegen, eingeebnet werden kann. Er brauche diesen Ort nicht, um die Erinnerungen aufleben zu lassen. Doch was bleibt dann von uns, wenn die Erinnerungen verblassen? Oder haben wir heute alles auf Foto und Video – in der Cloud? Ich finde den Gedanken, dass später einmal Menschen mein Grab besuchen, irgendwie tröstlich. Vielleicht werden es auch Fremde sein, die sich dann fragen, wer war diese Person? Ich gehe davon aus, dass ich noch Zeit habe. Aber irgendwie möchte ich vorbereitet sein. Und vor allem möchte ich die Entscheidung selbst treffen und niemand anderem zumuten.

Gestorben werden wird immer – nur wie wir in Zukunft mit diesem Thema umgehen, das liegt heute in unserer Hand.

Und auf das Thema Tierfriedhöfe gehe ich dann ja vielleicht ein andermal ein…..

Die Eichhörnchen fühlen sich auf dem Michaelisfriedhof sichtlich wohl!

9 Kommentare zu „Gestorben wird ja immer – Friedhöfe in Lüneburg

  1. Very interesting, thank you. And excellent photo of Piet being a good boy as usual. Graves and cemeteries do tell stories and usually they are very informative. Whilst they are places of sadness, there is also a feeling of honour towards those who lie at rest as well as often love and remembrance for times past.

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  2. Hi Ruth, wow, interessantes blog. In der Tat ein Thema, mit dem sich jeder mal beschäftigen sollte. Wird aber halt eher totgeschwiegen. Ich hab für mich im Rahmen des Aufsetzens eines Testaments, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung etc. seinerzeit auch geregelt, wo und wie ich bestattet werden möchte. Zudem habe ich festgelegt, daß auf meiner Trauerfeier das Stück „Atmosphere“ von Joy Division gespielt wird und daß auf meinem Grabstein der Spruch „There is a light that never goes out“ (von Morrissey) stehen soll. Irgendwie ist es ein „angenehmes“ Gefühl, den ganzen Kram einmal geregelt zu haben.
    Würde ich nicht glauben, daß danach was Gutes kommt und man sich, in welcher Form auch immer, „wieder sieht“, hätte ich den Tod meiner Mutter vor 26 J. sicherlich schwer verwunden. Und auch mir gibt der Besuch des Grabs meiner Eltern – auch wenn es bei mir ebenfalls nicht mehr sehr häufig ist – immer wieder etwas. Das ist einfach etwas anderes als sich alte Fotos anzuschauen oder einfach nur dran zu denken.

    Und in der Tat, seitdem ich in Lüneburg wohne (und das sind ja schon einige Jahre) will ich immer mal auf den Zentralfriedhof. Durch Deinen Bericht hast Du einem den Gang dorthin (oder auch auf andere Lüneburger Friedhöfe) „schmackhaft“ gemacht. Ob’s dann wirklich in dieser tristen Zeit sein muß oder eventuell doch das Frühjahr oder der Sommer für solch einen Besuch abgewartet werden sollte. Schaun mer mal.

    Also, interessantes Thema, schöne Fotos und offene intime Gedanken. Zu dem ganzen Thema fällt mir gerade noch der Songtitel „There is no shame in death“ von der Band The Danse Society ein. Und die tolle US-TV-Serie „Six feet under – Gestorben wird immer“, in der es um eine Familie geht, die Bestattungsunternehmer sind.

    There is a light that never goes out,
    Detlef

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    1. Wow, vielen Dank für deinen ausführlichen und ebenfalls sehr intimen Kommentar! Du bist wahrscheinlich mein treuester Leser 🙂 Finde ich großartig, dass und wie du alles geregelt hast.
      Die Seele kannte ich vom Namen, habe sie aber tatsächlich nie gesehen, so weit geht mein Interesse an dem Thema doch nicht 😉
      Wenn das Wetter noch mal schön wird in den nächsten Tagen, kannst du die Herbstfarben ja vielleicht noch mitnehmen, ansonsten ist Frühjahr bestimmt eine gute Wahl. Der Michaelisfriedhof hat mir am besten gefallen.

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  3. Blog für Lüneburger. – Darf ich trotzdem, und obwohl ich nur ein Mal in Lüneburg war – vor ungefähr fünfzig Jahren? Ich erinnere mich aber an den korallenroten Pullover, den ich mir damals dort gekauft und jahrelang sehr gerne getragen habe. Für einen Friedhofsbesuch vielleicht nicht ganz das passende Kleidungsstück. Aber durchaus die passende Jahreszeit – sowohl für korallenrote Pullover, als auch für Friedhofsbesuche. Und ich gehe gern auf Friedhöfe. Herzliche Grüße aus Berlin.

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    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Natürlich soll mein Blog für jedermann und -frau sein, so hatte ich es nie gesehen! Tatsächlich wird er auch immer häufiger von Nicht-Lüneburgern gelesen, was mich selbstverständlich freut! Aber wie will man sich korrekt ausdrücke? Das Blog für Lüneburg-Interessierte? Ich bin kein Freund von diesen sperrigen Formulierungen, die aufgrund des Genderns in letzter Zeit ohnehin zunehmen. Eigentlich müsste ich ja auch Lüneburger und Lüneburgerinnen sagen. Oder LüneburgerInnen. Oder Lüneburger*innen. Insofern bin ich froh, dass Du mein Blog trotzdem gefunden hast 🙂
      Ich finde, man kann auf dem Friedhof anziehen was man will. Nur bei einer Beerdigung würde ich vielleicht auf Korallenrot verzichten.

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  4. Liebe Ruth ,
    Ein sehr interessanter und einfühlsamer Bericht gepaart mit soviel Persönlichem und Tiefgreifendem .
    Er hat mich abgeholt und ich habe ihn mit großem Interesse gelesen !
    Was bleibt …. was wird ….ein großes Geheimnis..?!
    Natürlich bin auch ich persönlich betroffen, wie eigentlich jeder Mensch und mache mir viele Gedanken darüber- nicht nur berufsbedingt.
    Die Gräber meiner Eltern und Großeltern besuche ich regelmäßig, lasse sie allerdings pflegen . Eine Einebnung käme vorerst nicht in Frage !
    Auch ich gehe öfter über Friedhöfe, leider ohne Hund 🐶.
    Es sind friedliche Orte , die Seele kann ruhig werden .
    Ich habe mir vor kurzem einen Friedwald (in Elmpt) und eine Waldruhstätte (in Meerbusch) angesehen.
    Der Wald in seiner immer währenden Natürlichkeit und Ruhe im Wechsel der Jahreszeiten hat mich immer schon begleitet und gestärkt. Das hilft und tröstet … hoffentlich auch die Zurückbleibenden!
    Alles in allem : das schwere und teilweise mit viel Tabus behaftete Thema hast du kolossal nah und authentisch rübergebracht.
    Ich danke dir dafür !!
    Liebe Grüße, Ursi

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