12 Monate auf 8 Pfoten – Der Jahresrückblick von Piet & Bert

Es gibt kein Gut
Es gibt kein Böse
Es gibt kein Schwarz
Es gibt kein Weiß….

Gebt den Hunden das Kommando
Sie berechnen nicht
Was sie tun
Die Welt gehört in Hundepfoten
Denn sie sind Friedensboten….

Sie sind die wahren Anarchisten
Lieben das Chaos räumen ab
Kennen keine Rechte
Keine Pflichten
Noch ungebeugte Kraft
Massenhaft
Ungestümer Stolz….

frei nach Herbert Grönemeyer – Kinder an die Macht

[enthält unbezahlte Werbung] Wuff! Das Jahr geht zu Ende. Frauchen hat wohl dieses Jahr zu viele Hundeblogs gelesen: Jetzt sollen wir den Jahresrückblick für sie zu übernehmen. Na gut, erlebt haben wir ja dieses Jahr schon so einiges. Als der Ältere fange ich, Piet, dann mal an. Und vielleicht lasse ich meinen kleinen Bruder Bert ja auch mal zu Wort kommen.

Januar

Der Jahresbeginn stand noch ganz im Zeichen der Pandemie. Da fiel es Herrchen und Frauchen auch nicht so schwer, den alkoholfreien Monat, den sogenannten „Dry January“, durchzuhalten, denn mit Ausgehen war sowieso nicht so viel. Wir fanden das ganz ok, denn so war das Rudel meistens zuhause beisammen. Zoom-Meetings finden wir klasse und Kino im Wohnzimmer mögen wir auch viel lieber, als wenn wir alleine zuhause bleiben müssen. Frauchen war so semi-begeistert, denn dem Toastmasters-Club fehlten nur noch 4 Mitglieder bis zur Gründung, aber solange die Treffen online stattfanden, stagnierte das Wachstum.  

Wenigstens durfte Herrchen jetzt wieder Autofahren, ein Jahr nach seinem Krankenhausaufenthalt (Ihr erinnert Euch?). So konnten wir endlich die Planung für unsere Wohnmobiltour nach Skandinavien beginnen. Gleich im Januar sicherten wir uns ein Mietfahrzeug von L-parts on tour (dort sind Hunde gerne gesehen!). Bis Mitte August war es dann zwar noch eine ganze Weile hin, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

An einem Wochenende im Januar machten wir einen kleinen Ausflug in die Hamburger HafenCity. Herrchen und Frauchen wollten uns mal zeigen, wo sie damals ihre Hochzeit gefeiert haben. Das war ja auch schon mehr als 7 Jahre her und seitdem hat sich in diesem immer noch stark wachsenden Stadtteil einiges verändert. Architektur finden wir jetzt nicht ganz so spannend. Aber wir nehmen ja gerne mal eine paar neue Gerüche auf. Und diese Elphi ist schon beeindruckend.

Mit dem Blogschreiben kam Frauchen nicht so richtig nach: Erst jetzt schaffte sie es, den Gastbeitrag über unseren Urlaub in Südtirol auf HundeReisenMehr zu veröffentlichen. Na ja, besser spät als nie. Und schön ist er ja schon geworden – klar, wenn wir zwei darin die Hauptrolle spielen 😉 Außerdem macht es ja in den kalten und dunklen Wintermonaten besonders viel Freude, an den Sommerurlaub zurückzudenken.

Februar

Überhaupt war auf Frauchens Blog in diesem Jahr nicht so viel los. Was hat sie bloß die ganze Zeit gemacht? Sie sprach immer nur von diesem Toastmasters-Club. Wir haben erst gedacht, es ginge ums Essen (eines unserer Lieblingsthemen J), weil immer von Toast und Salz die Rede war. Aber in Wirklichkeit ist das wohl so ein Club, in dem die Menschen lernen, Reden zu halten. Frauchen, habe ich mir sagen lassen, ist bekannt dafür, dass in ihren Reden immer Hunde vorkommen. Woran das wohl liegen mag? 😉 Also gut, wenn es den Menschen Spaß macht… Frauchen ist da auf jeden Fall sehr aktiv. Sie wollte unbedingt diesen Club in Lüneburg gründen – das finden wir ja im Prinzip gut, dann muss sie nicht immer nach Hamburg fahren und ist nicht so lange von zuhause weg. Der Club in Lüneburg heißt SALT, daher also die Sache mit dem Salz. In Wirklichkeit ist das aber eine Abkürzung für „Speaking And Leading Toastmasters“. Aha, um Führungsfähigkeiten geht es da also auch. Na, das kann sie ja bei unserer Erziehung auch ganz gut gebrauchen. Neben der Clubgründung war sie dann auch noch sehr mit den zahlreichen Wettbewerben beschäftigt, denn die gehen im Februar los. Alles noch online, klar. Aber da muss man üben, zuhause die Technik professionell einrichten und so weiter. Beim Clubwettbewerb im Februar lief das schon mal recht gut.

Auch im Februar machten wir wieder ein paar Ausflüge, von denen ich Euch gerne einige Fotos zeigen möchte: Wir waren an der Elbe, in Lübeck und in Zarrentin am Schaalsee. Der Frühling lag schon in der Luft!

Auch im Restaurant essen waren wir nach langer Zeit endlich mal wieder. Herrchen und Frauchen waren von Essen und Service in der Viscvle total begeistert und auch wir sind da sehr gerne gesehen und bekommen immer selbstgebackene Hundekekse.

Etwas Trauriges darf hier dennoch nicht unerwähnt bleiben: Am 24. Februar begann der Krieg in der Ukraine. Wir verstehen nicht viel von Politik, aber wir glauben, wenn Hunde die Welt regieren würden, gäbe es keine Kriege. Was meint Ihr? Zum Glück leben wir bei lieben Menschen in Deutschland, die gut für uns sorgen. In anderen Ländern, habe ich mir sagen lassen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Und in Gegenden, in denen Krieg herrscht, haben die Menschen sicher andere Sorgen als sich um ihre Vierbeiner zu kümmern.

März

Hallo, hier schreibt Bert! Am 4. März bin ich ein Jahr alt geworden, da ist es ja wohl angemessen, dass ich mal was von diesem Monat erzähle. Gefeiert haben wir meinen Geburtstag bei Herrchens Verwandten in Fürstenwalde an der Spree, denn Herrchens Cousine Bärbel hat einen Tag vor mir Geburtstag (die wurde aber schon 59 Jahre älter als ich, feierte also einen runden Geburtstag.) Dass den Menschen da auch wieder das eine oder andere Gläschen Sekt oder Wein schmeckte, muss ich nicht extra erwähnen, oder? Aber ich möchte mich nicht beklagen. Die Verwandten haben einen schönen großen Garten und auch einen Hund, der bzw. die heißt Fussel und ist ganz nett. Wir hatten also auch eine Menge Spaß.

Wenige Tage später ging es auch schon wieder auf unsere Lieblingsinsel Sylt! Bis Mitte März dürfen Hunde sich dort an allen Stränden aufhalten, nicht nur an den Hundestränden. Und wir hatten großes Glück mit dem Wetter, das sieht man auf den Fotos, oder? Wir hatten eine sehr schöne Suite im Hotel Fitschen am Dorfteich. Auch dort sind Hunde gerne gesehen, wir dürfen mit ins Restaurant zum Frühstück und zum Abendessen (wenn wir uns gut benehmen, was ja meistens der Fall ist…) und der Weg um den Dorfteich in Wenningstedt ist perfekt für die Gassirunde am Morgen und am Abend. Tagsüber ging es natürlich so viel wie möglich an den Strand, wo wir uns ordentlich den Wind um die Beagle-Ohren pusten ließen.

Ein Gutes hatte ja dieser Krieg in der Ukraine: Unsere Hundetrainerin Monique von der Hundeschule Hundegedanken, bei der wir immer Agility machen, hat gleich Ende März zusammen mit einigen Kolleginnen eine Hunde-Rallye organisiert. Wir haben Kira und Hugo vom Beagle-Treff gefragt, ob sie Lust haben, mit uns ein Team zu bilden, und sie waren mit Begeisterung dabei. Das war ein Spaß! Wir Vierbeiner hatten kleine Aufgaben zu bewältigen wie z.B. Gegenstände in ein Becken tragen, einen Parcours laufen oder bestimmte Befehle befolgen. Na ja, wenn es um Disziplin und Gehorsam geht, sind wir Beagle ja nicht immer unbedingt ganz vorne dabei. Unsere Menschen haben sich bei den Quizfragen allerdings auch nicht immer mit Ruhm bekleckert. Das schönste Gruppenfoto haben wir mit unserem „Beaglebaum“ auf jeden Fall gemacht! Auf Siegertreppchen sind wir nicht gekommen, aber das Wichtigste war es ja auch, Spenden für die Ukraine-Hilfe zu sammeln. Unsere Menschen mussten ein Startgeld bezahlen und konnten auch noch unsere Fotos kaufen. Da ist eine ganz anständige Summe zusammengekommen. (Die Fotos auf den Gleisen hat Juliane Meyer gemacht)

April

Moin Leute, hier spricht wieder Piet. So langsam nahm das „normale“ Leben wieder Fahrt auf. Mit Agility haben wir schon im März wieder angefangen. Und diese Toast-Dingsbums-Abende konnten endlich wieder in Präsenz stattfinden. Da man Bert aber noch nicht so gut alleine lassen konnte (ich habe wirklich mein Bestes getan, um auf ihn aufzupassen, aber er findet immer irgendetwas, das er kaputt machen kann…), musste nun an jedem 2. und 4. Dienstagabend im Monat ein Hundesitter her. Manchmal durften wir auch zu unseren Freundinnen Hummel und Chili gehen.

Ostern war herrlich: so viele freie Tage am Stück mit dem ganzen Rudel zuhause, und dazu super Wetter! Wir genießen es ja mittlerweile umso mehr, wenn Herrchen zuhause ist, denn er ist häufig mehrere Tage hintereinander weg. Er muss arbeiten, versucht er uns immer zu erklären, das heißt Geld verdienen für unser Futter, das verstehen wir natürlich. Aber Frauchen ist mit uns beiden alleine manchmal ganz schön gestresst. Dafür haben wir jetzt eine neue Hundebox im Kofferraum. Die müssen wir uns zwar teilen, doch sie ist wirklich groß. Wir fanden die Kissen auf der Rückbank eigentlich ganz spaßig, aber wir hörten immer wieder Klagen, dass wir mit unseren dreckigen Pfoten das ganze Auto dreckig gemacht hätten. Damit war sicher eher Bert gemeint. Ich mache mich ja eigentlich nicht so gerne schmutzig. Auf dem Hundeplatz bleibt es aber manchmal nicht aus.

Frühling ist wenn im Rathausgarten die Magnolie blüht!

Am letzten Aprilwochenende ist Frauchen mal ganz alleine ohne uns (also auch ohne Herrchen!) in ihre alte Heimat gefahren. Da war sie dann ausgiebig mit ihrer besten Freundin Beate, die sie schon seit der Schulzeit kennt, in Düsseldorf shoppen, hat ihre Eltern auf dem Friedhof in Walbeck besucht und ihre Cousine Hiltrud in Mönchengladbach. Auch ihre Kindheitsfreundin Barbara hat sie getroffen und ihre Grundschullehrerin in der der Alten Kirche in Lobberich. Alles in allem ein ziemlicher Ausflug in die Vergangenheit. Ich glaube, das hat ihr mal ganz gutgetan, und Herrchen und wir sind schon klargekommen.

Mai

Im Mai war Frauchen dann tatsächlich schon wieder ein Wochenende weg: zur Toastmasters District Conference in Lübeck. Da stand sie dann zwar nicht auf dem Siegertreppchen, aber mit ihren Erfolgen auf Division-Ebene konnte sie schon ganz zufrieden sein. Schließlich gehört sie jetzt zu den Besten in ganz Norddeutschland! Eine Frage beim Stegreifredenwettbewerb war doch tatsächlich, wie die Welt aussehen würde, wenn Hunde die Welt regieren würden! Ich sag’s doch, die Welt wäre eine bessere! Auf jeden Fall hat Frauchen an dem Wochenende ganz viele andere verrückte Redebegeisterte aus ganz Deutschland und Skandinavien getroffen und eine Menge gelernt. Sie kam ganz zufrieden zurück.

Wir habe noch gar nicht über Fußball gesprochen! Schon von klein auf tragen wir mit Stolz das HSV-Halsband! Nun musste es doch mal endlich klappen mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga?! Wir alle vier haben in Sachen Fan-Outfit wirklich alles gegeben, Frauchen hat sich sogar auf TikTok zum Affen gemacht, und das in ihrem Alter. Aber nein, die Hamburger haben es im Relegations-Rückspiel vergeigt und müssen noch ein weiteres Jahr in der 2. Liga bleiben.

Das war nun wirklich kein Grund zum Feiern. Doch schon am nächsten Tag hatte Herrchen Geburtstag. Das Frühstück nahmen wir im Café Zeitgeist ein, das war klasse.

Dann fuhren wir für eine Übernachtung nach Ratzeburg. Das Hotel „Der Seehof“ liegt traumhaft am See, wir hatten es uns Ostern schon mal angeschaut. Der Service – auch für uns – war wirklich perfekt. Leider wurden wir beim Frühstück am nächsten Morgen aus dem Restaurant geworfen, weil Bert ein paarmal gebellt hatte. Dabei hatte er sich doch nur erschrocken, weil ein junger Mann mit einem Stapel Stühle direkt neben ihm durch die Tür zur Terrasse gegangen war, das hat einen ziemlichen Lärm gemacht. So eine Unverschämtheit! Da gehen wir jedenfalls nie wieder hin.

Juni

Für die nächsten Feierlichkeiten, die in diesem Jahr anstanden, habe ich, Bert, dann mal die Locations gecheckt. Und was soll ich sagen? Nur zwei Wochen später wurden wir im Hotel Atlantic in Hamburg behandelt wie die Könige! Dabei haben Herrchen und Frauchen ja nur einen Drink in der Hotelbar genommen (na gut, es waren zwei… für jeden….), weil sie ihren Jahrestag feiern wollten! Das war mal wirklich mehr als anständig! Ich habe Herrchen dann zugeflüstert, dass wir unbedingt wiederkommen müssen. Er wollte sehen, was sich machen lässt.

Gefühlt haben Frauchen und Herrchen in diesem Jahr ziemlich viel gefeiert. Vielleicht braucht man einen Gegenpol, wenn um einen herum so viele schreckliche Dinge passieren. Frauchen’s Jubelschrei, als sie endlich die 20 Mitglieder für ihre Toastmasters-Clubgründung zusammen hatte, war kaum zu überhören! Das war wirklich ein Grund zum Feiern! Doch das hatte dann erstmal ein Ende, als Herrchen und Frauchen Mitte Juni mit Corona in die Quarantäne mussten. Glücklicherweise hat es sie nicht so doll erwischt, aber nervig war es schon. Gut, dass wir Hunde dagegen immun sind.

Juli

Frauchen ist ja so ungeschickt! Kaum hatte sie sich von Corona erholt, hat sie sich den kleinen Zeh gebrochen. Ausgerechnet in dieser Zeit musste Herrchen ziemlich viel verreisen. Zum Glück konnte Frauchen wenigstens Auto fahren, so dass wir häufiger als sonst auf dem Hundeplatz waren, denn da konnten wir uns austoben und Frauchen ihren Fuß hochlegen. Kleiner Spaziergänge musste sie natürlich trotzdem mit uns machen. Wenn Herrchen da war, übernahm er selbstverständlich. Wir drückten alle Pfötchen, dass Frauchen bis zu unserem Urlaub Mitte August wieder fit sein würde! Auf das Joe-Jackson-Konzert im Hamburger Stadtpark musste sie leider verzichten, aber das Silbermond-Konzert beim Lüneburger Kultursommer ließ sie sich nicht nehmen! Da haben die beiden uns ganz schön länge alleine gelassen. Aber es ist alles gut gegangen, langsam werde ich ja auch groß.

Vorher waren wir noch beim Schnapp-Shooting bei „Freizeit mit 4 Pfoten“. Was soll ich Euch sagen: Dieses Blitzlichtgewitter konnte ich gar nicht ab. So war Piet mal wieder der Star und von mir ist nur ein Bild herausgekommen, auf dem ich sehr traurig aussehe. Aber alle sagen, es sei sehr niedlich. (Fotos: Gudrun Garke)

Dieser Juli war ein ziemliches Auf und Ab: Am 21. starb Herrchens großes Idol Uwe Seeler. Das war ein trauriger Tag für alle HSV- und Fußballfans. Er muss schon ein ganz besonderer Mensch gewesen, ein großer Fußballer und dabei so bescheiden. Herrchen hat ihn als Kind sogar mal persönlich im Urlaub auf Sylt getroffen. Dazu gibt es eine lustige Geschichte, die wir an die Landeszeitung geschickt haben und die dann tatsächlich abgedruckt wurde.

Doch Trauer und Freude liegen oft dicht beieinander: Schon 4 Tage später feierten wir Frauchens Geburtstag und tatsächlich ging es wieder in dieses schicke Hamburger Hotel an der Alster! Ich sag Euch doch, ich hab das eingefädelt! Frauchen war total happy und hat es sehr genossen. Hat sie aber auch verdient, finden wir.

August

So, jetzt habe ich Bert hier aber wirklich genug Raum gegeben. Schließlich ist das mein Geburtstagsmonat! 4 Jahre bin ich nun schon alt! Es gab eine Geburtstagstorte aus Fleisch mit vier Kerzen. Ansonsten haben wir aber nicht groß gefeiert.

Dann ging es Mitte August endlich ab in den Urlaub: Gut zwei Wochen mit dem gemieteten Wohnmobil in den Norden, über Dänemark und Schweden bis nach Norwegen. Davon zu erzählen, würde hier den Rahmen sprengen. Frauchen hat sich fest vorgenommen, noch einen Blogbeitrag für HundeReisenMehr zu schreiben. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen. Frauchen hatte extra hundefreundliche Campingplätze ausgesucht. Das Highlight war auf jeden Fall Neset Camping am Byglandsfjord, dort sind wir drei Nächte geblieben. Wenn Ihr nicht auf den Blogbeitrag warten wollt, könnt Ihr auch Frauchen Reisetagebuch auf FindPenguins lesen.

September

Gleich nach unserer Rückkehr gab es wieder eine sehr traurige Nachricht: Unser Kumpel Diego trat am 5. September seine letzte Reise an. Er wurde 13 Jahre alt. Er war einer der ersten Beagles, die ich kennenlernte, abgesehen von meinen 9 Geschwistern, meiner Mama und meinen Tanten natürlich. Sein Herrchen Andreas gründete 2010 den Lüneburger Beagletreff. Als ich vier Monate alt war, durfte ich zum ersten Mal teilnehmen und seitdem sind wir immer gerne zweimal die Woche dabei. Diego war ein ganz feiner Kerl! Nun ist mein Halbbruder Lucky ganz alleine mit Herrchen und Frauchen. Alle sind immer noch sehr traurig und brauchen jetzt erstmal eine Zeit, darüber hinwegzukommen. Wir hoffen aber, dass irgendwann wieder ein zweiter Beagle einziehen darf – wir würden uns jedenfalls sehr freuen!

Und dann starb drei Tage später auch noch diese Queen. Gut, wir kannten sie nicht persönlich – obwohl ich ja im Februar 2020 mal meine Nase durch den Zaun des Buckingham Palastes gesteckt habe. Auf jeden Fall soll sie auch eine große Hundefreundin gewesen sein.

Auch im September lagen Freud und Leid wieder dicht beieinander. Am 19. mussten Herrchen und Frauchen ja schon wieder ihren Hochzeitstag feiern. Zum Glück sind wir auch in der Trattoria di Flaviis gerne gesehene Gäste. Am 24. gab es dann die Charterparty für diesen Toastmasters Club, da wurde die Gründung des Clubs groß gefeiert.

Damit Herrchen und Frauchen entspannt feiern konnten, ohne auf die Uhr zu schauen (schließlich ist Frauchen die Clubpräsidentin), haben wir die Nacht bei unserem Beagle-Kumpel Nalle verbracht. Der ist auch schon etwas älter und macht keinen Stress. Da gehen wir gerne mal wieder hin. Ende September waren wir dann ein Wochenende in Köln bei Minifrauchen, Herrchens Tochter. Sie ist meine ganz besondere Freundin. Wir hatten ein Zimmer in einem Hotel direkt am Stadtwald, das war klasse. Herrchen sagt, das lokale Bier, das heißt Kölsch, sei ganz leicht. Bert bekam trotzdem keins.

Oktober

Ich habe noch gar nicht erzählt, dass Frauchen in diesem Jahr auch wieder ganz fleißig als Komparsin bei Rote Rosen dabei war. Der Ärztinnenkittel stand ihr ja schon ganz gut, doch dieses Mal durfte sie eine Polizistin spielen und sogar ein paar Sätze sagen! Von dem Einsatz kam sie ganz beseelt zurück, nun träumt sie wahrscheinlich doch noch von der ganz großen Schauspielkarriere. Als die Folgen dann endlich zu sehen waren, hat sie vor lauter Aufregung ganz vergessen, ein paar Fotos zu machen, bis auf dieses eine. Daher kann ich Euch jetzt gar nicht zeigen, wie schick sie in der Uniform ausgehen hat.

Mitte Oktober kam dann endlich Frauchens beste Freundin Beate mit ihrem Mann Jürgen zu Besuch nach Lüneburg. Sie hatten auch ihren Hund Luke dabei, einen Havaneser. Na ja, drei selbstbewusste Rüden, das war nicht immer einfach. Aber wir haben das ganz gut hinbekommen. Am Samstag haben wir Beates Geburtstag gefeiert. In der Stadt war einiges los. Am Wasserturm gab es eine Akrobatik-Show, das war aufregend. Das Highlight aus der Sicht der Menschen war das Abendessen im Restaurant Wyndberg. Wir können ebenfalls nicht klagen, denn wir durften mitkommen und haben uns gut benommen.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, denn da stand der StrongDog Wild & Dirty North auf dem Programm! Für mich war es ja schon das zweite Mal, ich durfte gemütlich mit Frauchen, die zum ersten Mal dabei war, die 5-Kilometer-Strecke absolvieren. Bert ist ja noch jung und frisch und überhaupt der bessere Läufer von uns beiden, daher durfte er gleich bei seinem ersten Mal mit Herrchen auf die 8 Kilometer gehen. Hinterher waren wir alle ziemlich platt, aber es hat großen Spaß gemacht. Für nächstes Jahr haben wir uns gleich wieder angemeldet. (Fotos: Hundestars.de)

November

Leute, Leute, die Zeit rennt. Das Jahr geht zu Ende, und Frauchen könnte noch so viel schreiben. Aber sie will ja unbedingt noch vor Mitternacht fertig werden. Also, was soll man zum November sagen? Das Wetter ist da nun mal meistens nicht so toll, gerade hier in Norddeutschland, da muss man es sich zuhause gemütlich machen – oder sich kleine Fluchten suchen. Herrchen und Frauchen war für 24 Stunden in Berlin, ohne uns. Eigentlich eine Unverschämtheit, oder? Aber wir interessieren uns nicht so für Musicals und ehrlich gesagt wäre Berlin auch wohl nicht der richtige Ort für uns. Stattdessen durften wir eine Nacht bei Andreas, Angela und meinem Halbbruder Lucky verbringen. Vielleicht konnten wir sie ein wenig ablenken von ihrem Verlust. Auf jeden Fall haben wir uns gut benommen und dürfen wiederkommen, haben sie gesagt.

Frauchen und Herrchen haben in Berlin das Musical „Ku‘damm 56“ gesehen und die kleine Auszeit sehr genossen. Die Wiedersehensfreude war dann auf beiden Seiten sehr groß.

Ab Mitte November gab es schon den ersten Schnee und die Stadt wurde festlich beleuchtet. Der erste Glühwein im Hinterhof des To Huus soll angeblich gut geschmeckt haben. Wir waren mit den Holzstücken auf dem Fußboden auch gut beschäftigt.

Dezember

Der Dezember fing erstmal wieder traurig an, denn auch unsere Freundin Lotta trat im Alter von 13 Jahren ihre letzte Reise an. Sie war mit ihrem Frauchen vor einiger Zeit aus Lüneburg weggezogen, aber wir haben sie noch in sehr guter Erinnerung. Nun ist sie bei Diego im Hundehimmel.

Frauchen und Herrchen haben uns dann gleich wieder alleine gelassen, sogar für drei Tage! Wir fanden es aber ganz toll bei Simone, René und den knapp 11-jährigen Zwillingen Minou und Samira in Hamburg. Die waren ganz viel mit uns spazieren und haben mit uns gespielt. Nur aufs Sofa durften wir nicht und ins Schlafzimmer auch nicht. Auch wir dürfen gerne wiederkommen, haben wir gehört. Was Herrchen und Frauchen in Paris gemacht haben? Die waren da auf einer Messe, nennt sich Food Ingredients Europe, muss also ums Essen gehen, aber anscheinend nur Menschenessen, sonst wären wir natürlich gerne mitgekommen. Ok, musste wohl sein, denn Herrchen knüpft hier seine Geschäftskontakte für seine Firma Innotens, damit er auch weiterhin unser Futter bezahlen kann. Und Frauchen unterstützt ihn ja dabei. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn die beiden es sich nicht auch ein bisschen hätten gut gehen lassen in Paris… Na ja, es sei ihnen gegönnt.

Am Wochenende darauf ging es dann zu Frauchens Bruder und Schwägerin in die Nähe von Marburg. Die wohnen so richtig auf dem Lande, da kann man tolle Spaziergänge machen. Wir waren dann am Samstag einkaufen in einem Hofladen und da habe ich eine Wurst geklaut, hi hi… Die ganze Geschichte könnt Ihr auf meinem Instagram-Profil lesen.

Im Dezember war Frauchen dann wieder dauernd am Feiern: Weihnachtsfeier beim Lüneburger Toastmasters Club, beim Hamburger Toastmasters Club…. Herrchen war in der Zeit noch ganz viel beruflich unterwegs. Als es dann auf Weihnachten zuging und wir dachten, jetzt können wir mal langsam zur Ruhe kommen, starb auch noch unsere Oma, also Herrchens Mama. Sie war schon 89 und lebte seit mehr als vier Jahren in einem Altenheim in Krefeld. Ich war auch ein paarmal da. Am Anfang war sie ganz verliebt in mich. Später hat sie dann immer gesagt, ich sei so groß geworden, und das klang nicht so richtig wie ein Kompliment. Ein Schoßhündchen hätte ihr bestimmt gefallen, aber das sind wir Beagle nun mal nicht. Früher hatte sie mal einen Dackel, von dem erzählt Herrchen immer noch gerne. Ich hatte die Oma schon länger nicht mehr gesehen, sie hätte wahrscheinlich auch nicht mehr meinen Namen gewusst, denn sie war schon ein bisschen verwirrt. Herrchen musste dann einen Tag vor Weihnachten nach Krefeld fahren, damit wir die Oma nun im nächsten Jahr beerdigen können.

Jetzt haben wir uns die Woche Urlaub auf Sylt aber wirklich verdient. Wir genießen es, uns am Strand die Beagleohren durchpusten zu lassen. Gestern haben wir mit unserem Beagletreff-Kumpel Anton, der mit seinen Leuten auch hier Urlaub macht, einen Ausflug in die Braderuper Heide gemacht. Das war ein großes Abenteuer! Ansonsten schlafen wir sehr viel. Seeluft macht müde.

So Ihr Lieben Zwei- und Vierbeiner, kommt gut in das neue Jahr. Über das alte Jahr haben wir nun genug gesprochen, wir wollen es abhaken. Es hatte Höhen und Tiefen, aber so ist das Leben. Macht Euch eine schöne Zeit, wo auch immer Ihr seid!

Eure Freunde

Piet & Bert

Natürlich kann man auch ohne Hund leben. Es lohnt sich nur nicht.

Heinz Rühmann

2 Kommentare zu „12 Monate auf 8 Pfoten – Der Jahresrückblick von Piet & Bert

    1. Thank you so much! I admire your ability to keep your blog posts short. I enjoy writing stuff as it comes from my mind and especially at year end it feels like a mental cleanup. I’m grateful for anyone who reads my long posts. You must have a very good translation program.

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